Im Wintersemester 2025/2026 sind nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes 2 876 900 Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben. Das entspricht einem Zuwachs von 12 800 Personen oder 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Entwicklung ist allerdings je nach Hochschulart unterschiedlich.
Unterschiedliche Entwicklung nach Hochschularten
An Universitäten und gleichrangigen Hochschulen sank die Zahl der Studierenden auf 1 668 200 Personen und damit um 0,6 Prozent gegenüber dem Wintersemester 2024/2025. Demgegenüber wuchs die Studierendenschaft an Fachhochschulen auf 1 112 900 Personen, ein Plus von 2,1 Prozent. Auch die Kunsthochschulen verzeichneten mit 38 100 Studierenden ein Wachstum von 2,1 Prozent. Die Verwaltungsfachhochschulen zählten 57 800 Studierende und damit 1,9 Prozent weniger als im Vorjahr.
Erstsemester legen weiter leicht zu, regionale Effekte prägen das Ergebnis
Im Studienjahr 2025, das Sommersemester 2025 und Wintersemester 2025/2026 umfasst, begannen nach vorläufigen Zahlen 491 700 Personen erstmals ein Studium an einer deutschen Hochschule. Das sind 1 100 Personen oder 0,3 Prozent mehr als im Studienjahr 2024 und der vierte Anstieg in Folge. Der Zuwachs fällt jedoch geringer aus als im Vorjahr.
Die Zahlen werden von regionalen Sondereffekten beeinflusst. In Bayern führten Änderungen im Schulsystem dazu, dass im Sommer 2025 deutlich weniger Abiturientinnen und Abiturienten an den Start gingen. Dort gab es 10 700 Erstsemester weniger als 2024, ein Rückgang von 13 Prozent. In Sachsen stieg die Zahl der Studienanfängerinnen und -anfänger um 4 700 Personen oder 24 Prozent, was mit der Umwandlung der ehemaligen Berufsakademie in eine duale Hochschule zusammenhängt.
Wie sich der Anstieg der Erstsemesterzahlen auf deutsche und ausländische Studierende verteilt, können die vorläufigen Zahlen derzeit nicht ausweisen. Angaben zur Staatsangehörigkeit und zur Art der Hochschulzugangsberechtigung werden erst mit den endgültigen Ergebnissen der Studierendenstatistik im Sommer 2026 erwartet.
Rückgänge bei ausgewählten technischen Studienbereichen
Für vier technisch orientierte Studienbereiche liegen bereits vorläufige Daten zu den Erstsemestern vor. In Informatik begannen 46 100 Personen ein Studium, das sind 2,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Im Bereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik ging die Zahl der Studienanfängerinnen und Studienanfänger mit 23 000 Personen um 3,3 Prozent zurück. Leichte Rückgänge verzeichneten Elektrotechnik und Informationstechnik mit 14 100 Erstsemestern und einem Minus von 0,3 Prozent sowie Bauingenieurwesen mit 10 600 Erstsemestern und einem Minus von 0,6 Prozent.
Weitere Daten und Quellen
Das Statistische Bundesamt verweist auf weiterführende Veröffentlichungen auf seiner Themenseite Hochschulen und auf Übersichten zu Bildungsindikatoren und Fachkräften. Die endgültigen Ergebnisse der Studierendenstatistik sollen im Sommer 2026 vorliegen und detailliertere Angaben zur Staatsangehörigkeit, zu Zugangsberechtigungen und weiteren Merkmalen enthalten.
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