Montag, 02.02.2026

Bund gibt 1,8 Milliarden Euro für Glasfaserprojekte frei und zeigt Beispiele für Ausbauvorhaben

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Bundesdigitalminister Dr. Karsten Wildberger hat in Berlin Förderurkunden für Projekte der Gigabitförderung 2.0 übergeben. Im jüngsten Förderaufruf stehen laut Ministerium 1,8 Milliarden Euro Bundesmittel zur Verfügung, um Glasfaserausbau dort voranzubringen, wo private Anbieter keine wirtschaftliche Grundlage sehen. Mit der Zuteilung wurden nach Angaben des Ministeriums 536 Vorhaben bewilligt.

Bundesmittel, Umfang und bisherige Investitionen

Die Übergabe fand im Rahmen einer Veranstaltung statt, auf der mehr als 40 ausgewählte Projekte stellvertretend vorgestellt wurden. Das Bundesministerium für Digitales und Staatsmodernisierung verweist auf eine bislang insgesamt getätigte Investition des Bundes in Höhe von rund 21 Milliarden Euro. Aktuell seien rund 3 850 Ausbauprojekte gefördert, durch die nach Angaben des Ministeriums rund 4,7 Millionen Anschlüsse neu angebunden werden sollen.

Umsetzung und Anspruch

Der Minister betonte, dass leistungsfähige digitale Netze eine Voraussetzung für die digitale Transformation und für die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands seien. Entscheidend für den Erfolg sei nach seinen Worten nicht allein die Fördersumme, sondern der tatsächlich realisierte Anschluss, die Nutzung der Netze und der nachhaltige Mehrwert für Regionen und Wirtschaft. Wildberger forderte eine professionelle und zügige Umsetzung mit klaren Zuständigkeiten, realistischem Zeitmanagement und enger Zusammenarbeit von Bund, Ländern, Kommunen und Telekommunikationswirtschaft. Tempo entstehe demnach nicht durch Einzelmaßnahmen, sondern durch gute Prozesse, transparente Planung und pragmatische Kooperation.

Ausgewählte Projekte als Beispiele

Die präsentierten Vorhaben decken laut Ministerium die Bandbreite des Gigabitausbaus ab: Die Stadt Rödental hat demnach das größte Investitionsvolumen und die meisten Anschlüsse einer Einzelkommune. Die Stadt Aachen setzt nach Angaben des Ministeriums das größte Projekt nach Bundesfördervolumen um und will dabei das gesamte Stadtgebiet abdecken. Der Landkreis Wittmund plant die Glasfaseranbindung der Insel Spiekeroog per Seekabel, womit diese als letzte niedersächsische Insel an das Netz angeschlossen werden soll.

Die Fördermittel richten sich ausdrücklich an Regionen, in denen ein rein privatwirtschaftlicher Ausbau als unrentabel gilt. Das Ministerium sieht in der staatlichen Unterstützung ein Instrument, um Anschlusslücken zu schließen und gleichwertige Lebensverhältnisse zu fördern.

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