Die preisbereinigte Produktion im Produzierenden Gewerbe ist im November 2025 gegenüber dem Vormonat um 0,8 Prozent gestiegen. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) mit. Im Dreimonatsvergleich von September bis November wuchs die Produktion um 0,7 Prozent gegenüber den drei Monaten zuvor, der kalenderbereinigte Vorjahresvergleich zeigt ein Plus von 0,8 Prozent.
Treiber und Bremser der Monatsentwicklung
Laut Destatis beruhte der Anstieg im November vor allem auf deutlichen Zuwächsen in der Automobilindustrie. Die Produktion dort stieg saison und kalenderbereinigt um 7,8 Prozent zum Vormonat. Ebenfalls positiv wirkten sich höhere Werte im Maschinenbau mit einem Anstieg von 3,2 Prozent sowie in der Maschinenwartung und Montage mit 10,5 Prozent aus. Dem standen Einbußen in der Energieerzeugung gegenüber, deren Produktion um 7,8 Prozent sank.
Ohne Energie und Baugewerbe, also in der Industrie, erhöhte sich die Produktion im November im Vergleich zum Oktober um 2,1 Prozent. Die Herstellung von Investitionsgütern legte um 4,9 Prozent zu. Dagegen ging die Produktion von Vorleistungsgütern um 0,8 Prozent zurück und die Produktion von Konsumgütern um 0,3 Prozent. Außerhalb der Industrie verringerte sich die Bauproduktion um 0,8 Prozent.
Bilanz für das Jahr und Lage energieintensiver Branchen
Betrachtet über die ersten elf Monate des Jahres liegt die Produktion im Produzierenden Gewerbe kalenderbereinigt 1,2 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Industrie verzeichnete ein Minus von 1,3 Prozent, das Baugewerbe ein Minus von 1,7 Prozent. Die Energieerzeugung bleibt eine Ausnahme und stieg um 2,0 Prozent.
Die energieintensiven Industriezweige weisen eine durchwachsene Entwicklung auf. Im November sank ihre Produktion im Monatsvergleich um 1,5 Prozent. Im Dreimonatsvergleich lag sie praktisch stabil, mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent. Zum Vorjahresmonat war die energieintensive Produktion kalenderbereinigt 3,3 Prozent niedriger. Im Mittel der Monate Januar bis November 2025 lag die Produktion dieser Branchen kalender und saisonbereinigt 17,7 Prozent unter dem Niveau des Jahres 2021.
Destatis verweist zudem auf den längerfristigen Trend: Nach einem Abwärtstrend in den Jahren 2023 und 2024 zeigte sich 2025 zunächst eine leichte Erholung. Ein Tiefpunkt im Dezember 2024 wurde durch teils volatile Monate gefolgt. Insbesondere ein Einbruch im August und anhaltig geringe Produktionswerte in der Automobilindustrie belasteten die Zwischenergebnisse. Im Oktober setzte eine verhaltene Erholung ein, die sich im November fortsetzte.
Ausblick und methodische Hinweise
Für die Einschätzung der Entwicklung im Dezember können andere Indikatoren relevant sein. Der Lkw Maut Fahrleistungsindex ist im Dezember 2025 kalender und saisonbereinigt um 3,2 Prozent gestiegen. Auch die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe zeigten zuletzt eine positive Dynamik. Der Auftragseingangsindex lag im November kalender und saisonbereinigt 5,6 Prozent über dem Vormonat. Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen ergibt sich im Dreimonatsvergleich ein Plus von 2,1 Prozent.
Die vorläufigen Ergebnisse zum Produktionsindex für Dezember 2025 veröffentlicht Destatis am 6. Februar 2026. Methodisch weist das Amt darauf hin, dass die Veränderungen auf dem Produktionsindex für das Produzierende Gewerbe basieren, wobei das Jahr 2021 als Basis mit 100 Indexpunkten verwendet wird. Saison und Kalenderbereinigung erfolgten mit dem Verfahren X13 JDemetra Plus.
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