Die Importpreise in Deutschland lagen im Oktober 2025 um 1,4 Prozent unter dem Stand von Oktober 2024, teilt das Statistische Bundesamt Destatis mit. Gegenüber September 2025 stiegen die Einfuhrpreise im Durchschnitt um 0,2 Prozent. Als Hauptursache für den Rückgang im Jahresvergleich nennt Destatis die deutlich niedrigeren Energiepreise.
Energiepreissenkung prägt die Entwicklung
Die Preise für importierte Energie fielen im Oktober 2025 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 15,1 Prozent. Alle wichtigen Energieträger waren billiger als vor einem Jahr. Steinkohle kostete 22,1 Prozent weniger, rohes Erdöl 21,1 Prozent weniger und Erdgas 13,7 Prozent weniger als im Oktober 2024. Mineralölerzeugnisse verbilligten sich um 9,2 Prozent. Elektrischer Strom war im Jahresvergleich 3,7 Prozent günstiger, gegenüber dem Vormonat stieg Strompreis jedoch deutlich um 12,3 Prozent.
Ohne Energie lag die Veränderungsrate der Importpreise im Oktober 2025 im Vorjahresvergleich bei null Prozent. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Preise ohne Energie um 0,3 Prozent. Werden Erdöl und Mineralölerzeugnisse aus der Betrachtung herausgenommen, lag der Index 0,6 Prozent unter dem Niveau von Oktober 2024, aber 0,4 Prozent über dem Stand von September 2025.
Unterschiedliche Entwicklungen nach Warengruppen
Die Preise importierter Investitionsgüter lagen im Oktober 2025 um 0,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats, gegenüber dem Vormonat jedoch leicht höher. Agrarische Einfuhren waren 0,9 Prozent billiger als im Oktober 2024. Stark gesunken sind etwa die Preise für lebende Schweine, die 22,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau lagen. Rohkakao war 10,0 Prozent günstiger, Getreide 7,7 Prozent.
Im Gegensatz dazu stiegen die Preise für einige landwirtschaftliche Erzeugnisse deutlich. Rohkaffee verteuerte sich um 42,6 Prozent gegenüber Oktober 2024, Speisezwiebeln kosteten 26,6 Prozent mehr als vor einem Jahr, fielen aber gegenüber dem Vormonat um 8,4 Prozent. Unter den Verbrauchsgütern verteuerten sich Nahrungsmittel im Durchschnitt um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Besonders deutlich teurer wurden importierte geschälte Haselnüsse, Kaffee und Rindfleisch. Billiger als vor einem Jahr waren unter anderem Zucker, Olivenöl und Schweinefleisch.
Vorleistungsgüter lagen im Jahresvergleich knapp über dem Vorjahresniveau und stiegen gegenüber September um 0,9 Prozent. Konsumgüter waren im Oktober 2025 im Durchschnitt 0,6 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, gegenüber dem Vormonat jedoch leicht verbilligt.
Exportpreise legen leicht zu
Die Exportpreise stiegen im Oktober 2025 im Vergleich zum Oktober 2024 um 0,5 Prozent. Gegenüber dem Vormonat erhöhten sich die Ausfuhrpreise um 0,2 Prozent. Den größten Einfluss auf die Ausfuhrpreisentwicklung hatten Preissteigerungen bei Konsum- und Vorleistungsgütern. Exportierte Konsumgüter kosteten 0,9 Prozent mehr als vor einem Jahr, Gebrauchsgüter verteuerten sich um 1,8 Prozent.
Bei einzelnen Waren fielen die Änderungen stark unterschiedlich aus. Ausgeführter Kaffee wurde im Jahresvergleich deutlich teurer. Demgegenüber verbilligten sich Butter und andere Fettstoffe aus Milch um knapp 30 Prozent. Preise für Kakaoprodukte und Zucker lagen sowohl gegenüber dem Vorjahr als auch gegenüber dem Vormonat niedriger. Energie wurde im Oktober 2025 preiswerter exportiert als vor einem Jahr, die Ausfuhrpreise für Mineralölerzeugnisse und Erdgas lagen unter dem Vorjahresniveau, gegen den Vormonat zeigten sie jedoch teilweise Anstiege.
Berechnungsgrundlage und Verfügbarkeit der Daten
Die Indizes der Außenhandelspreise basieren ausschließlich auf den vertraglich vereinbarten Preisen zwischen inländischen Unternehmen und ausländischen Handelspartnern. Steuern und Zölle fließen nicht in die Berechnung ein. Als Basisjahr gilt 2021. Ausführliche Tabellen und Zeitreihen sind in der Datenbank GENESIS Online und im Dashboard des Statistischen Bundesamts verfügbar.
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