Die Erwartungen der deutschen Exporteure haben sich im November abgeschwächt. Der ifo Indikator für Exporterwartungen fiel von plus 2,2 Punkten im Oktober auf minus 3,4 Punkte im November 2025 und signalisiert damit eine deutliche Eintrübung der Stimmung.
Stimmung verliert an Dynamik
Nach zwei Monaten mit positivem Vorzeichen kehrte der Optimismus nicht zurück. Klaus Wohlrabe, Leiter der ifo Umfragen, erklärte, seit Monaten zeige sich in der Exportwirtschaft kaum Bewegung. Die Stimmung sei bestenfalls durchwachsen und Anzeichen einer nachhaltigen Erholung fehlten weiterhin, so Wohlrabe.
Unterschiedliche Entwicklungen in den Branchen
Die Einstufungen der einzelnen Branchen fallen uneinheitlich aus. In der Automobilwirtschaft, die zuvor Hoffnungssignale gesendet hatte, ist der Optimismus wieder verflogen. Die Unternehmen in diesem Sektor rechnen nun mit rückläufigen Exporten. Auch die Nahrungsmittelindustrie und die Metallindustrie erwarten sinkende Auslandsumsätze.
Demgegenüber melden Hersteller von elektrischen Ausrüstungen und die Lederindustrie positive Erwartungen. Diese Unternehmen rechnen mit steigenden Exporterlösen. Im Maschinenbau sowie bei den Herstellern von elektronischen und optischen Erzeugnissen zeigt sich derzeit kaum Veränderung. Deren Exportgeschäft bleibt weitgehend konstant.
Bedeutung für den Ausblick
Die jüngste Rücknahme der Erwartungen unterstreicht, dass die Erholung im Außenhandel fragil bleibt. Konkrete Indikatoren für eine anhaltende Verbesserung liegen nach Einschätzung des ifo Instituts bisher nicht vor. Die Entwicklung in den Schlüsselbranchen entscheidet demnach maßgeblich darüber, ob sich die Exportlage wieder stabilisieren kann.
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