Die auf Bundesautobahnen gefahrene Leistung mautpflichtiger Lastkraftwagen mit mindestens vier Achsen ist im Dezember 2025 spürbar gestiegen. Nach Angaben des Bundesamts für Logistik und Mobilität und des Statistischen Bundesamts lag der kalenderbereinigte und saisonbereinigte Anstieg gegenüber November 2025 bei 3,2 Prozent. Damit wurde der stärkste Monatsanstieg seit März 2021 verzeichnet.
Entwicklung im Monatsvergleich und im Jahresvergleich
Der Lkw Maut Fahrleistungsindex stand im Dezember 2025 kalenderbereinigt 1,3 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats Dezember 2024. Die Behörden werten die Fahrleistung als einen frühen Indikator für wirtschaftliche Aktivität, weil Transporte Produktion und Handel direkt begleiten.
Der Index als Frühindikator
Weil der Lkw Maut Fahrleistungsindex etwa einen Monat früher vorliegt als der Produktionsindex, eignet er sich nach Angaben der Ersteller als Frühindikator für die Konjunkturentwicklung, insbesondere in der Industrie. Einschränkend vermerken die Behörden, dass der Index keine Untergliederung nach Wirtschaftszweigen zulässt und daher keine direkte Aussage zur Entwicklung einzelner Branchen erlaubt.
Datenbasis und Verfügbarkeit
Der Index beruht auf digitalen Prozessdaten, die bei der Erhebung der Lkw Maut anfallen. Entwickelt wurde das Verfahren vom Bundesamt für Logistik und Mobilität. Das Statistische Bundesamt bereitet die Daten als saisonbereinigten Konjunkturindikator für Deutschland und die Bundesländer auf. Auch grenzüberschreitende Fahrten werden erfasst.
Zusätzlich zum monatlichen Index veröffentlichen die Behörden experimentelle Tageswerte. Diese sind zusammen mit weiteren hochfrequenten Indikatoren im Pulsmesser Wirtschaft des Dashboards Konjunktur auf der Seite Dashboard Deutschland verfügbar. Die Monatsdaten sind zudem in der Datenbank GENESIS Online einsehbar unter den Tabellen 42191 0001 für Deutschland, 42191 0010 für die Bundesländer und 42191 0002 für grenzüberschreitende Fahrten. Detailliertere Tabellen zum Mautdaten Tabellenwerk des Bundesamts für Logistik und Mobilität werden mit größerem Zeitverzug bereitgestellt und enthalten unter anderem Angaben nach Zulassungsstaat und Schadstoffklassen.
Die Ersteller weisen darauf hin, dass Veränderungen im Umfang des mautpflichtigen Straßennetzes sowie Änderungen beim zulässigen Gesamtgewicht von Fahrzeugen weitgehend herausgerechnet werden, um die konjunkturelle Entwicklung besser sichtbar zu machen.
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