Mittwoch, 04.02.2026

Erneuerbare Energien erreichen neuen Rekordanteil von 64,1 Prozent im dritten Quartal 2025

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Im dritten Quartal 2025 wurden in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes 98,3 Milliarden Kilowattstunden Strom erzeugt und in das Netz eingespeist. Das entspricht einem Anstieg von 2,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Der Anteil erneuerbarer Energien an der inländischen Stromerzeugung stieg auf 64,1 Prozent und erreichte damit einen neuen Rekordwert für ein drittes Quartal.

Wind und Photovoltaik auf Rekordniveau

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Quellen wuchs im Vergleich zum dritten Quartal 2024 um 3,0 Prozent. Besonders stark nahm die Erzeugung aus Windkraft zu. Sie stieg um 10,5 Prozent und trug mit 26,8 Prozent weiterhin am meisten zur inländischen Stromerzeugung bei. Auch die Photovoltaik verzeichnete Zuwächse. Ihre Erzeugung legte um 3,2 Prozent zu und erreichte einen Anteil von 24,1 Prozent.

Das Statistische Bundesamt führt den Anstieg der erneuerbaren Stromerzeugung vor allem auf den Ausbau von Windrädern und Photovoltaikanlagen zurück. Sowohl Windkraft als auch Photovoltaik erreichten nach Angaben der Behörde neue Höchststände für ein drittes Quartal.

Konventionelle Erzeugung: weniger Kohle, mehr Erdgas

Die Strommenge aus konventionellen Energieträgern stieg insgesamt leicht um 0,4 Prozent, ihr Anteil an der inländischen Erzeugung sank jedoch auf 35,9 Prozent. Die in Kohlekraftwerken erzeugte Strommenge ging um 2,2 Prozent zurück und betrug 20,6 Prozent der inländischen Stromerzeugung. Damit blieb Kohle der drittwichtigste Energieträger, wobei ihr Anteil seit dem dritten Quartal 2022 deutlich gesunken ist. Damals lag er noch bei 36,2 Prozent, in den Quartalen 2023 und 2024 bei 23,4 Prozent beziehungsweise 21,5 Prozent.

Die Erzeugung aus Erdgas stieg im gleichen Zeitraum um 8,1 Prozent und machte 12,0 Prozent der inländischen Stromproduktion aus. Damit hat Erdgas seinen Anteil im Vergleich zum dritten Quartal 2024 erhöht.

Importüberschuss verringert sich deutlich

Die nach Deutschland importierte Strommenge sank im dritten Quartal 2025 um 11,9 Prozent auf 20,7 Milliarden Kilowattstunden. Gleichzeitig stiegen die Stromexporte um 5,9 Prozent auf 12,5 Milliarden Kilowattstunden. Der daraus resultierende Importüberschuss reduzierte sich um 30,3 Prozent auf 8,2 Milliarden Kilowattstunden gegenüber dem Vorjahresquartal.

Datengrundlage und methodische Hinweise

Die Statistik des Statistischen Bundesamtes umfasst alle Kraftwerke und Erzeugungsanlagen in Deutschland, die Strom in das Netz für die allgemeine Versorgung einspeisen. Ausgeschlossen sind unter anderem in Industriebetrieben erzeugter und dort direkt verbrauchter Strom sowie Strom aus Photovoltaikanlagen privater Haushalte, der im Haushalt verbleibt. Die im Inland erzeugte und eingespeiste Strommenge ist nicht gleichzusetzen mit dem Endverbrauch, da Netzverluste und der Saldo aus Stromimporten und -exporten zu berücksichtigen sind.

Weitere methodische Informationen und detaillierte Zeitreihen stellt das Statistische Bundesamt auf seiner Themenseite Energieerzeugung sowie in der Datenbank GENESIS-Online zur Verfügung.

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